Monitoring der Asylzahlen: Kolumbien in Deutschland (Februar 2026)
Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)


Analyse der Zahlen und Entscheidungen – Februar 2026
Entwicklung der Asylanträge
Die Analyse der Zahlen für Februar 2026 zeigt einen Anstieg der von kolumbianischen Staatsangehörigen in Deutschland gestellten Anträge auf internationalen Schutz.
Im Berichtsmonat wurden insgesamt 73 Asylanträge registriert. Dies bedeutet:
Einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu Januar 2026 (50 Anträge).
Eine Annäherung an das Niveau von November und Dezember 2025 (jeweils 78 Anträge).
Zudem blieb Kolumbien weiterhin außerhalb der Top-10-Herkunftsländer mit den meisten Asylanträgen, was sich nunmehr im zwölften Monat in Folge bestätigt.
Es lässt sich somit ein zyklischer Verlauf erkennen, bei dem die monatlichen Antragszahlen zwischen etwa:
50 Anträgen (September 2025, Januar 2026) und
rund 75 Anträgen (November 2025, Dezember 2025, Februar 2026) schwanken.
Entscheidungen im Berichtsmonat
Hinsichtlich der im Februar 2026 getroffenen Entscheidungen enthält der Monatsbericht des BAMF keine registrierten Entscheidungen.
Damit wurde im bisherigen Jahresverlauf bis Ende Februar 2026 lediglich eine einzige positive Entscheidung erfasst:
Gewährung von Subsidiärem Schutz zugunsten eines kolumbianischen Staatsangehörigen (im Januar 2026).
Gesamtschutzquote
Die Gesamtschutzquote liegt weiterhin bei unter 0,5 % und gehört damit zu den niedrigsten Quoten unter den Herkunftsländern mit relevantem Antragsvolumen.
Dies unterstreicht die weiterhin restriktive und überwiegend negative Entscheidungspraxis der deutschen Behörden in Bezug auf Asylanträge kolumbianischer Staatsangehöriger.
Schlussfolgerungen
Vor dem Hintergrund der aktuellen Daten für Februar 2026 lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:
Es zeigt sich ein deutlicher Anstieg gegenüber Januar 2026 (50 → 73).
Der aktuelle Wert liegt wieder im Bereich der im Zeitraum Oktober–Dezember 2025 beobachteten Werte (~75–80).
Dies könnte auf eine punktuelle Erholung oder den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung hindeuten, wenngleich eine abschließende Bewertung derzeit noch verfrüht ist.
Trotz des Anstiegs im Februar bleibt die übergeordnete Entwicklung weiterhin rückläufig.
Insgesamt spricht vieles dafür, dass es sich eher um eine kurzfristige Schwankung als um einen strukturellen Trendwechsel handelt. Eine belastbare Einschätzung erfordert jedoch die Beobachtung der kommenden Monate.
Unsere Initiative „Recht auf Asyl“ wird die monatliche Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen, um die Öffentlichkeit in Kolumbien und Deutschland fortlaufend über die Entwicklung der Asylanträge, Schutzgesuche und Verfahren im Bereich des internationalen Schutzes zu informieren.

